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Rosch ha-Schana - jüdischer Neujahrstag

Rosch ha-Schana - jüdischer Neujahrstag

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Rosch ha-Schana fällt nach dem jüdischen Kalender auf den 1. Tischri, der nach dem gregorianischen Kalender dieses Jahr zwischen den 4. und 6. September fällt. Es ist das Jahr 5774. An Rosch ha-Schana beginnen die zehn erfurchtsvollen Tage die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden.

In der Tora wird dieser Tag auch Tag des Schofars genannt. Ein Schofar ist ein altes Musikinstrument aus dem vorderen Orient. Das aus Widder- oder Kuduhorn gefertigte Instrument hat seinen Ursprung in der jüdischen Religion und dient vor allem rituellen Zwecken. Der Schofar erinnert an die geplante Opferung des Isaak durch Abraham für Gott. 

 

 

Auch aus dem Brauch, zur Krönung eines Königs den Schofar zu blasen, wurde das symbolische Ritual des Schofarblasens zur feierlichen Anerkennung Gottes als König, Beschützer und Richter und soll allgemein aus einer gedankenlosen Lebensweise aufrütteln. Der Schofar wird nach in Tora und Talmud festgelegten Mitzwot geblasen. Fällt ein Fest auf einen Schabbat, wird der Schofar nicht geblasen, da das Verwenden von Musikinstrumenten in dieser Zeit verboten ist.

 

 

Rosch ha-Schana ist auch „Jom Hadin“, Tag des Gerichts: Am Neujahrsfest werden drei Bücher geöffnet: Ins erste werden die ganz Gerechten eingetragen, die sofort das Siegel des Lebens erhalten. Ins zweite Buch werden die ganz Bösen eingetragen, die das Siegel des Todes erhalten. Und das dritte Buch ist für die Mittelmäßigen bestimmt, die sowohl Sünden wie Verdienste vorweisen können. Das endgültige Urteil bleibt in der Zeit vom Neujahrstag bis zum Versöhnungstag offen. Durch Einkehr und Umkehr ist es möglich, das Siegel des Lebens zu erhalten.

 

 

Rosch ha-Schana ist laut Talmud Beginn und in der Folge Jahrestag der Weltschöpfung, steht aber auch für den Jahrestag der Geburt Adams. Es ist der Tag der Forderung, Bilanz zu ziehen über das moralische und religiöse Verhalten im abgelaufenen Jahr, und man tritt mit Gebeten für eine gute Zukunft vor Gott.

 

 

 

 

Der Genuss von Honigkuchen, Zimmes, Weintrauben, süßem Wein und in Honig getauchte Apfel Scheiben drücken die Hoffnung auf ein gutes, süßes Jahr aus. Ebenfalls wird zuweilen ein symbolisches Stück von einem Fisch- oder Schafskopf mit den Worten „Möge es dein Wille sein, dass wir zum Kopf und nicht zum Schwanz werden“ gegessen.

Ein weiterer Brauch ist das Essen von Granatäpfeln, die viele Kerne enthalten. Dazu sagt man: „Möge es dein Wille sein, dass unsere Rechte sich wie der Granatapfel mehren.“

Vor Rosch ha-Schana besucht man die Gräber der verstorbenen Angehörigen und der Gerechten, um sich durch die Erinnerung an deren Leben für das kommende Jahr inspirieren zu lassen. Am Morgen vor dem Neujahrsfest findet nach dem Morgengebet das „Entbinden von Gelübden“ statt.

 

 

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rosch_ha-Schana)

 

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